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Gepostet by on März 03, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Iran 2026 – Der Anfang vom Ende des Mullah-Regimes?

Seit dem 28. Februar 2026 wird der Iran militärisch angegriffen. Die USA und Israel treffen Ziele im Land. Die Führung ist direkt betroffen. Die Lage eskaliert. Ich habe im Oktober 2024 geschrieben: Freie Gesellschaften schützen das Individuum vor dem Staat. Unfreie Systeme müssen den Staat vor ihren Bürgern schützen. Genau hier liegt der Unterschied. Ein Staat, hinter dem seine Bürger stehen, kann schwere Krisen aushalten. Ein Staat, der seine Bürger kontrollieren muss, gerät in Schwierigkeiten, wenn gleichzeitig von außen Druck entsteht. Denn dann reicht Angst allein nicht mehr. Krieg verschärft alles: Er trifft die Wirtschaft. Er trifft die Versorgung. Er trifft die Machtbalance im Inneren. Und er zwingt ein Regime, noch härter durchzugreifen. Aber je härter ein Regime durchgreifen muss, desto deutlicher wird, wie schmal seine Basis ist. Ich habe 2024 geschrieben, dass der Sturz des Mullah-Regimes der erste Dominostein sein könnte. Jetzt beginnt die Phase, in der genau das möglich wird. Wenn ein System gleichzeitig kämpfen, die Elite sichern, die Bevölkerung ruhig halten und wirtschaftlich überleben muss, wächst...

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Gepostet by on Februar 13, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

„Sag mir, wo die Blumen sind“ – Vor dem vierten Jahrestag von Putins Krieg

In Kürze jährt sich der Beginn der russischen Vollinvasion der Ukraine zum vierten Mal. Dieser Krieg ist kein „Konflikt“. Er ist kein „Missverständnis“. Er ist kein historischer Automatismus. Er ist die bewusste Entscheidung eines Mannes: Wladimir Putin. Putin hat einen souveränen Staat überfallen. Er lässt Städte bombardieren. Er akzeptiert Massengräber, deportierte Kinder, zerstörte Lebenswerke – um Macht zu sichern und Geschichte umzuschreiben. Das ist kein Verteidigungskrieg. Das ist imperialer Angriffskrieg im 21. Jahrhundert. In diesem Zusammenhang bekommt ein altes Lied eine brutale Aktualität: „Sag mir, wo die Blumen sind“ – Marlene Dietrichs deutsche Fassung des Antikriegslieds „Where Have All the Flowers Gone?“. Pete Seeger schrieb das Original 1955, Max Colpet übertrug es ins Deutsche – und Dietrich gab ihm 1962 eine Stimme, die nicht anklagt, sondern fragt. Immer wieder dieselbe einfache, unerträgliche Frage: Wo sind die Blumen? Wo sind die Menschen? Wo sind die Soldaten? Wo sind die Gräber? Und die Frage: Wann wird man je verstehen? Die bittere Wahrheit: Manche verstehen sehr genau, was sie tun – und...

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Gepostet by on Februar 06, 2026 in Allgemein | 2 Kommentare

WARUM UNSERE GELDORDNUNG NICHT NACHHALTIG IST

Eine Analyse im Feynman’schen Sinne Prolog: Warum Feynman? Und warum jetzt? Richard Feynman, Physik-Nobelpreisträger und einer der brillantesten Denker des 20. Jahrhunderts, lehrte uns eine einfache Methode, die Wahrheit zu finden: “Have no respect whatsoever for authority; forget who said it and ask yourself, ‘Is it reasonable?’” Gerade bei Geld ist das wichtig. Denn hier dominieren Autoritäten: Zentralbanken, Ökonomen, Institute und Regierungen. Sie sprechen mit Gewissheit. Ihre Modelle wirken wissenschaftlich. Ihre Analysen sind detailreich. Aber erfüllen sie Feynmans Kriterium? Feynman sagte: “Science is the belief in the ignorance of experts.” Echte Wissenschaft erfordert Zweifel – auch und gerade an Experten. Nicht, weil Experten dumm wären, sondern weil sie irren können. Und er warnte uns vor der größten Gefahr: “The first principle is that you must not fool yourself—and you are the easiest person to fool.” Wir halten die Geldordnung für normal, weil sie seit Jahrzehnten existiert. Weil wir damit aufgewachsen sind. Weil alle sie akzeptieren. Aber ist das ein Beweis für ihre Nachhaltigkeit? Oder ist es Selbsttäuschung? Feynman warnte...

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Gepostet by on Januar 31, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Kunst als Investment? Warum ich als Unternehmer meist abraten muss – und trotzdem zum Kaufen ermutige

„Kann man mit Kunst Geld verdienen?“ Diese Frage wird mir regelmäßig gestellt. Sie kommt fast immer aus einer nachvollziehbaren Haltung: Wer Vermögen aufbaut oder verwaltet, denkt in Diversifikation, Stabilität und Werterhalt. Kunst wirkt dabei auf den ersten Blick attraktiv – greifbar, exklusiv, vermeintlich wertbeständig. Meine Antwort fällt dennoch meist ernüchternd aus: In den allermeisten Fällen eignet sich Kunst nicht als Investment. Und genau das ist – paradoxerweise – ihre große Stärke. Im Interview mit der NZZ am Sonntag erklärt Magnus Resch sehr nüchtern, warum der Kunstmarkt so funktioniert, wie er funktioniert. Seine Aussagen basieren nicht auf Bauchgefühl, sondern auf umfangreichen Datenanalysen: Ein extrem kleiner Kreis von Künstlern erzielt den Großteil der globalen Auktionsumsätze. Ihre Werke kosten mindestens sechsstellige Beträge und sind für die meisten Privatanleger faktisch unerreichbar. Wer mit wenigen tausend Franken ein außergewöhnliches Renditeobjekt sucht, verkennt die Struktur dieses Marktes. Warum diese Erkenntnis befreiend ist Sobald man akzeptiert, dass Kunst kein Sparbuch ist, verschiebt sich der Fokus. Dann geht es nicht mehr um Preisprognosen, sondern um andere, ehrlichere...

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Gepostet by on Januar 25, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Sicherheitspolitik ist eine Voraussetzung für Investitionen

Vor rund vier Jahren habe ich darauf hingewiesen, dass Investoren Europa nur dann dauerhaft als Standort akzeptieren, wenn außen-, verteidigungs- und sicherheitspolitische Verlässlichkeit gegeben ist. Damals auch der Hinweis: Europa kann sich nicht dauerhaft allein auf die NATO verlassen, weil die sicherheitspolitische Rolle der USA von politischen Entscheidungen abhängt – und weil die USA der zentrale Anker der NATO sind. In dieser Woche hat Donald Trump auf Truth Social erklärt, nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte sei ein Rahmen für ein mögliches Abkommen zu Grönland und der Arktisregion geschaffen worden. Zugleich kündigte er an, die für den 1. Februar vorgesehenen Zölle nicht zu verhängen. Das ist kein formaler Bruch mit Bündnissen. Im Gegenteil: Die NATO wird ausdrücklich einbezogen. Gleichzeitig wird deutlich, wie eng Sicherheitsfragen, politische Verständigungen und wirtschaftliche Hebel miteinander verknüpft werden. Für Investoren ist entscheidend, ob sicherheitspolitische Zusagen und Rahmenbedingungen als dauerhaft verlässlich wahrgenommen werden. Wenn Verlässlichkeit stärker von politischen Verständigungen abhängt, verändert sich die Risikowahrnehmung – auch ohne formale Vertragsänderungen. Für Anleger bedeutet das: Investitionsentscheidungen sollten...

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Gepostet by on Januar 18, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Die Affäre Günther

Julian Reichelt äußerte sich im Zuge der sogenannten Günther-Affäre sinngemäß wie folgt: Mit seiner Bemerkung bei Markus Lanz, man solle Medien verbieten, habe der schleswig-holsteinische Ministerpräsident den Vorhang ein Stück weit geöffnet. Sichtbar werde damit, worum es Politikern in solchen Momenten tatsächlich gehe – und welche potenziell gefährlichen Folgen das für unsere Demokratie haben könne. Den Verfassungsgebern war klar, dass staatlicher Macht – auch wenn sie demokratisch legitimiert ist – feste Grenzen gesetzt werden müssen. Das gilt selbstverständlich auch für demokratisch gewählte Politiker. Denn auch demokratische Macht kann in Versuchung geraten, kritische Kontrolle als störend zu empfinden oder sie einschränken zu wollen. Dass Journalisten ihrer Arbeit unabhängig nachgehen können, ist genau dieser Weitsicht der Väter und Mütter des Grundgesetzes zu verdanken. Pressefreiheit ist kein Privileg der Medien, sondern ein zentraler Schutzmechanismus der Demokratie...

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