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Depotvorschlag: GAZPROM

16. Mai 2018 - Michael K. in Depotvorschlag | 6 Kommentare

– KGV knapp 4 (Shell: 14, Exxon: 17), KBV bei 0,4, Dividendenrendite >5%.

– Aktuell hohe Investitionsquote (neue Pipelines: Türkei („Turkish Stream“), Riesenreich China („Power of Siberia“) und evtl. „North Stream 2“)

– aktuell werden nur 26% der Gewinne ausgeschüttet – der russische Staat verlangt prinzipiell jedoch 50% (Ausnahmeregelung aufgrund aktueller Investitionen).

– russisches Gas ökologischer als US-Frackinggas, Kohle, Öl oder Atomstrom – wirtschaftliche Handelsbeziehungen und Austausch fördern die gegenseitige Zusammenarbeit und somit Frieden und Völkerverständigung.

– „Sachwerteanlagen und Systemkrisenschutz“: Förderstätten und Pipelines gehören Gazprom, bei den Gasreserven genügt ein Blick auf die Weltkarte. Energiehunger der Welt steigt. Gas ist „in“.

– Risiken: Geostrategisch liegen Rußland & Gazprom im Fadenkreuz der USA.

– Chart: Bei 3,60 Euro starke Unterstützung. Absicherung nach unten u.a. durch Dividendenrendite.

 

6 Kommentare

  1. Vielen Dank für Ihren Vorschlag, lieber Michael. Gazprom wurde bei uns schon zweimal vorgeschlagen, und beide Male konnte ich mich dafür nicht erwärmen – genauso wie für alle anderen Aktien aus dem Bereich fossile Energieträger. Diese gehören für mich leider grundsätzlich nicht zum Wahre-Werte-Universum.

    Diese Aktien sind nicht nur von der Zockerei an den Ölfinanzmärkten abhängig, sondern werden auch zunehmend von internationalen Großinvestoren gemieden. Es kann auf längere Sicht also zu einer vollkommenen Neubewertung dieser Industrie kommen – auch wenn es augenblicklich mal wieder nach oben geht mit den Kursen,

    Kurzum: Das Wetten auf Energiepreise überlasse ich gerne anderen.

  2. Hallo Herr Brichta,

    Ich würde nicht hergehen und alle fossilen Energieträger über einen Kamm zu scheren.
    – In Atomstrom würde ich auch nicht investieren, wobei diese global betrachtet Zukunft besitzt
    – Kohle ist definitiv ein Auslaufmodell, diese Industrie wird eine Neubewertung erfahren (auch wenn die Trump-Administration das Sterben verzögert). Auch Chinesen wollen saubere Luft.
    – Öl ist ebenfalls ein Auslaufmodell (aber auf Jahrzehnte betrachtet)

    Beim Gas sieht es jedoch anders aus:
    – Es werden Gaspipelines gebaut
    – Es werden Gaskraftwerke gebaut
    – Es werden Terminals für LNG-Flüssiggas gebaut (aktuell: China nimmt US-Flüssiggas ab um Handelsdefitiz zu reduzieren https://www.reuters.com/article/us-usa-lng-china/u-s-liquefied-natural-gas-projects-buoyed-by-china-import-talks-idUSKCN1IM2ES )
    – Giganten wie Shell wechseln von Ölförderung auf Gas – Shell hat sehr wohl Großinvestoren an Bord!
    – Die Gasförderung in Europa geht zurück.

    Kurzum: es werden bzgl. Gas Fakten geschaffen auf Jahrzehnte. Dem Rest der Welt ist die Ökoansicht eines Teil der deutschen Bevölkerung ziemlich egal.

    Lassen Sie Gazprom die Pipelines fertig bauen und ab 2020 in Betrieb gehen.
    – Dann können die Investitionskosten – Sachwerte in der Hand von Gazprom (!) – heruntergefahren werden.
    – Dann muss ab 2020 – in nur zwei Jahren – Gazprom 50% der Gewinne an seine Anteilseigner ausbezahlen. Auf den aktuellen Kurs bezogen haben wir dann eine Dividendenrendite von weit über 10%.
    – all das wird sich auch auf dem Kurs niederschlagen

    Dass Großinvestoren aktuell nicht in Gazprom investieren dürfen kann man auch als antizyklische Chance für Kleinanleger betrachtet (ich kenne keine KGV 3-Konzerne). Der mächtige russische Staat als Anteilseigner dürfte seine Interessen durchsetzen.

    • Jeder kann natürlich seine individuellen Kriterien haben, nach denen er anlegt. Auch unter ethischen Gesichtspunkten. Deshalb wage ich es auch nicht, von mir auf andere zu schließen. Soll heißen, jeder kann für sich entscheiden, ob er in Gazprom oder ähnlichen Aktien investiert. Wir im Depot tun es nicht. Bisher jedenfalls.

  3. Aktuelle Entwicklungen:

    – Die 3,60 Euro haben bei Gazprom erneut gehalten (siehe Posting vom 16. Mai 2018).

    – Übrigens ist im Juli Dividendenausschüttungsmonat in Russland – bei Gazprom stehen Brutto ca 0,22 Euro pro ADR an.

    – Gazprom mit seinem KGV von 3 ist aus politischen Gründen billig bewertet. Von der politischen Bühne KÖNNTEN positive Weichen gestellt werden:
    1) Die Verlängerung der EU-Sanktionen stösst EU-intern auf immer größeren Widerstand – Österreich und nun auch Italien gesellen sich daz
    2) Trump und Putin treffen sich am 16.Juli in Helsinki
    3) Der Bau der North Stream 2 Pipeline scheint Realität zu werden – wurde nicht gestoppt.

    In Ergänzung zu den oben aufgeführten Punkten kommt aktuell noch die Möglichkeit ins Spiel, russiches Gas via Pipeline durch Nordkorea nach Südkorea (mit seinen 51 Mio Einwohnern)zu leiten.

    Ich würde im Wahre Werte Depot den KGV 31-Airport in Neuseeland gegen KGV 3-Gazprom austauschen…

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