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Die Billionen-Rally hat begonnen!

26. April 2020 - Raimund Brichta in Allgemein | 67 Kommentare

Manch einer meint, bei der Börsenerholung seit den März-Tiefs handele es sich nur um eine Bärenmarktrally. Das würde bedeuten, sobald die Erholung ausgelaufen wäre, würde sich der Kursverfall fortsetzen und die Märkte auf neue Tiefststände führen. Ich hege allerdings immer größere Zweifel daran, und zwar aus folgendem Grund:

Die Industrieländer reagieren mit Krisenbewältigungs- und Wiederaufbauprogrammen in nie dagewesenem Ausmaß. Welchen Umfang diese Programme tatsächlich erreichen werden, lässt sich zwar jetzt noch nicht verlässlich sagen, aber insgesamt dürften dabei deutlich mehr als 5 Billionen zusammenkommen. (Ob Euro oder Dollar spielt in diesem Fall keine Rolle). Über 5 Billionen, die vorher nicht vorhanden waren – quasi aus dem Nichts geschaffen.

Allein die amerikanische Notenbank hat seit Mitte Februar 2,5 Billionen Dollar neu produziert. Ihre Bilanzsumme stieg nämlich von rund 4 auf etwa 6,5 Billionen Dollar:

Zum Vergrößern anklicken:

Quelle: US-Notenbank

Dieses erneute Aufblähen der Bilanzsumme bedeutet im Klartext: In diesem Umfang wurden neue Dollars in die Wirtschaft gepumpt. Und wir alle wissen, dass dies noch lange nicht das Ende sein wird – nicht in den USA, nicht in Europa und auch nicht in Asien.

Die riesigen Gelddruckorgien der Notenbanken sind auch dringend nötig. Denn mit ihnen müssen die gleichzeitig stattfindenden Neuverschuldungsorgien der Regierungen finanziert werden. Dadurch können die Staaten neue Schulden machen, ohne den privaten Schuldnern bei deren Finanzierungsplänen in größerem Ausmaß ins Gehege zu kommen. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass unser Finanzsystem vorzeitig kollabiert.

Der Kollaps wird zwar kommen, aber noch nicht jetzt. Bei dieser Prognose bleibe ich. Doch zurück zur Börse:

Anders als nach dem zweiten Weltkrieg gibt es kein vernichtetes Sachvermögen, das mit den Billionen wieder aufgebaut werden müsste. Corona hat kein einziges Schiff oder Flugzeug, keine Brücke und auch keine Fabrik zerstört. Und bisher wurde auch kein Geldvermögen in größerem Ausmaß vernichtet. Dazu käme es erst, wenn eine Welle von Pleiten einen Domino-Effekt wie in der Weltwirtschaftskrise der 30er-Jahre auslösen würde.

Die Gefahr dazu bestand durchaus, wie ich im März schrieb. Aber schon kurz darauf folgten Regierungen und Notenbanken meinem Appell, „beherzt gegenzusteuern, um das Schlimmste zu verhindern“. Damit wurde die Gefahr gebannt. Und sollte sie dennoch erneut aufkommen, würden höchstwahrscheinlich weitere Billionenbeträge lockergemacht.

Nun muss man Folgendes wissen: Neu geschaffenes Geld ist gleichzeitig auch neues Geldvermögen. Denn wer über das Geld verfügt, verfügt über Vermögenswerte. Dass diesem Vermögen auf der anderen Seite auch neue Schulden gegenüberstehen, dürfte die Leser dieses Blogs kaum überraschen – denn das ist selbstverständlich. Allerdings:

Die neuen Schulden schultern hauptsächlich Regierungen und Notenbanken, das Geldvermögen kommt dagegen vor allem der Privatwirtschaft zugute. Wir sehen also eine Umverteilung vom Staat in die Privatwirtschaft in gigantischem Ausmaß. Irgendwann wird der Staat zwar versuchen, sich das Geld – oder zumindest einen Teil davon – wieder zurückzuholen, aber so weit ist es noch nicht. Jetzt ist erst einmal Umverteilung angesagt. Es wäre auch sinnlos, das Geld zu verteilen und es sich gleichzeitig wieder zurückzuholen.

Von der Umverteilung dürften die Aktienmärkte erneut stark profitieren – ähnlich wie sie auch von den Geldspritzen in und nach der Finanzkrise profitiert haben. Coronakrise und Finanzkrise unterscheiden sich zwar, aber in dieser Hinsicht führen sie zu vergleichbaren Konsequenzen.

Klar ist auch: Rückschläge und größere Börsen-Korrekturen (etwa bei neuen Infektionswellen) dürfte es auch auf diesem Weg geben. Vielleicht steht der nächste Rückschlag sogar schon vor der Tür. Aber an den Grundfesten der Billionen-Rally dürfte das nicht rütteln. Stay tuned!

67 Kommentare

  1. Eine abgewogene Analyse. Gefällt mir.

  2. Ich denke nicht, dass es eine Corona Rückschlag geben wird. Corona ist ein Social Media Unglück. Es wird kein zweites Closing geben. Spätestens im Juli ist wieder alles offen. Der Ösi macht es vor, Söders macht es nach und dann machen es alle. Aber ich weigere mich, es ein Corona Pandemie zu nennen. Es ist eine Social Media Pandemie. Und es ist die gefährlichste aller Zeiten. Wenn das Virus wirklich gefährlich ist, kommt der nächste Lockdown. Ich wette dagegen. Es wird kein Lockdown mehr geben. Sie werden uns irgendeine Schieße erzählen, warum sie alles richtig gemacht haben. Aber es kommt kein Lockdown mehr. Sie werden sich beim Öffnen überschlagen, was nicht sein dürfte, wenn Corona wirklich je gefährlich war.

  3. hallo Herr Brichta,ich habe diesen Text als erstes in Wallstreet Online gelesen,ohne Anfangs zu Wissen das er von Ihnen stammt,jedoch vermutete ich nach einigen Zeilen liesst sich als ob es von Raimund Brichta stammt.So gut kenne ich sie schon,und noch was,ich hoffe Sie haben Recht.Herzliche Grüsse

  4. Hervorragend geschrieben👍 wenn zu dem vielen neuen Geld noch all die Akteure zurückkommen, die nicht handeln konnten, also die Nachholeffekte greifen, sollte es bald wieder deutlicher aufwärts gehen

  5. Wir haben ein kollektives Einnahme-Verbot, welches gerade die Kleinen in die Pleite treibt. Die 5000€ Staatsspende, die manche erhalten können, wird die Kündigung der Kredite lediglich verzögern. Durch die Pleiten gehen die Sachwerte ganz ohne Bomben kaputt. Nett, wenn dann Lufthansa gerettet wird, nett, wenn sich durch die Geldflutung internationale Heuschrecken kreditfähig halten, um sich die Rosinen zu holen.

    • Quatsch. Die Sachwerte gehen nicht kaputt. Sie stehen derzeit nur ungenutzt herum.

    • Mann könnte fast meinen der Aktienmarkt wird gerade gedopt
      für den nächsten Sprint. Spaß beiseite,wenn die ganzen Hilfen
      Der Notenbanken und Staatshilfen in der Wirtschaft und nachfolgend am Aktienmarkt angekommen sind, wird sich das wohl schon stimulierend auswirken.(Siehe Trumpsche Steuerreform).Auch der niedrige Ölpreis wird sich wohl
      überwiegend positiv dabei auswirken.
      Vieleicht haben wir ja Glück und erreichen am Jahresende wieder in etwa die Stände vor Corona, und nächstes Jahr kanns einen Push nach oben geben.

      • Vieleicht haben wir ja Glück und erreichen am Jahresende wieder in etwa die Stände vor Corona, und nächstes Jahr kanns einen Push nach oben geben.

        Ich sehe bis jetzt keinen Anlass, von meiner Anfang Januar veröffentlichten Jahresprognose eines einstelligen Plus‘ abzurücken – zumindest nicht für WWF und WWD 😉

  6. Eben ein Video von Florian Homm gesehen „Warum die Zwischenerholung ein FAKE ist“. Ja, was denn nun? 😁

    • Ganz einfach: Das ist wie mit dem Vermummungs-Wahn: Die einen Experten finden den Maskenzwang nötig, die anderen finden ihn lächerlich. Ist also wie immer 😜

  7. Lieber Herr Brichta, ich bin ganz Ihrer Meinung!!! Toll geschrieben. Mir gefällt der Vergleich mit der Nachkriegszeit, in der Sachwerte zerstört waren und der jetzigen Situation, in der alle Sachwerte noch vorhanden sind!

  8. Hallo Herr Brichta,
    Prima geschrieben und sehr gut erklärt. Ich sehe es genauso. Schauen wir mal, was passiert. Es bleibt spannend!

  9. Der Virus ist ein Grippe Virus, in 4 Wochen verschwunden, meine Worte und die vieler wirklicher Fachleute, ich meine nicht Drosten etc. seit Wochen, somit Rally Richtung 27000/30000 im DOW,

    aber die Banken werden dann als nächstes gerettet, wieder ein paar Billionen, und irgendwann game over, dann hilft nur Gold 🙂

  10. Hallo Raimund,

    der S & P 500 steht fast wieder am All-time-high (es fehlen nur noch 15 % Stand heute) und das bei 26 Millionen Arbeitslosen in den USA. Haben die Geldspritzen damit nicht schon ihr Wirkung gezeigt? Auf Basis der sehr optimistischen Gewinnschätzungen für das Jahr 2021 hat der S & P derzeit ein durchschnittliches KGV von über 20. Eine sehr sportliche Bewertung. Die Börsen haben m. E. die komplette Wiedereinstellung aller in dieser Krise entstandenen Arbeitslosen bzw. die Rückkehr zu den alten Gewinnschätzungen der Unternehmen doch schon weitestgehend eingepreist. Aber wahrscheinlich dürftest Du vorerst Recht behalten, bei diesen neuen Billionen wird die Börse wohl erstmal kein Limit mehr kennen und fundamentale Bewertungen in den Hintergrund treten.

    Dem neu geschaffenen Geld aus dem nichts stehen keine parallel geschaffenen Güter oder Dienstleistungen gegenüber. Das Geld ist sozusagen zusätzlich und ohne Gegenwert in die Welt gesetzt worden.

    1.Haben Staatsschulden überhaupt keine Auswirkungen auf die Realwirtschaft bzw. ist es den Finanzmärkten (Börsen) egal, wie hoch Staaten sich verschulden (wenn nein, warum gibt es dann überhaupt Staatsschuldenkrisen wie in der Vergangenheit)?

    2. Spielt die Qualität der Bilanz einer Zentralbank für die Finanzmärkte bzw. Börsen denn gar keine Rolle? Die FED zum Beispiel kauft aktuell hemmungslos in großem Umfang Junk-Bonds auf (die Frage nach der Marktwirtschaft und moral hazard stellen wir an dieser Stelle nicht), die sie mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann als wertlos ausbuchen kann. Weitere Käufe dieser Art kommen mit Sicherheit und die Summen dürften dabei steigen. De jure kann eine Zentralbank nicht pleite gehen, was aber, wenn Billionen von Dollars auf der Vermögensseite der Zentralbankbilanz ausgebucht werden müssen? Das kommt mir wie im Schlaraffenland vor.

    3. Aktuell haben wir einen Deflationsschock. Dieses Mal wurden aber unter anderem auch große Geldsummen an die Bürger z. B. in den USA verschenkt. Dieses Geld dürfte Kaufkraft entwickeln im Gegensatz zu den QE Programmen, die ausschließlich für den Finanzmarkt förderlich sind. Genauso entwickeln die zum aller ersten Mal direkten vergebenen Kredite der FED an die Klein- und Mittelunternehmen Kaufkraft in der Realwirtschaft. Alles Gelder aus dem Nichts und ohne Gegenwert.

    Wird nach dem ersten Deflationsschock nicht das Thema Inflation doch noch eine Rolle spielen, nachdem bisher kein Geldvermögen vernichtet wurde, aber im Gegenzug dazu Billionen ohne Gegenwert hinzugekommen sind (und nach der aktuellen Spendierlaune wohl noch ein paar ungedeckte Billionen hinzukommen)?

    4.Eine rein hypothetische Frage an Dich: Wäre für Dich eine Stagflation im aktuellen Umfeld denkbar (dies natürlich nur, wenn Du die Frage 2 nicht vollständig verneinst)?

    Viele Grüße
    Rainer

    • Lieber Rainer,

      aufgrund der Vielzahl der Kommentare hier kann ich Deine umfangreiche Stellungnahme leider nicht in Gänze durchlesen. Sorry dafür.

      Könntest Du Deine wichtigsten Punkte deshalb bitte noch mal in Kürze zusammenfassen? Ich will nämlich auch Dir keine Antwort schuldig bleiben.

      • Der erste Abschnitt kommentiert Deinen Beitrag, den kannst Du überlesen. Die Fragen beziehen sich im Kern auf die Auswirkungen der ausufernden Staatsverschuldungen / Qualitätsverlust der Zentralbankbilanzen durch Abschreibungen auf die Finanzmärkte, nachdem die Gelddruck- und Schuldenorgien (Dein Wort) begonnen haben.
        Die Fragen ergeben sich aus jeweils den vier Nummern: Nr. 1 ist nur ein Fragesatz, Nr. 2 erster Satz, Nr. 3 letzter Satz und Nr. 4 ist nur ein Satz (hier müsste es richtig heißen, nur wenn Du Frage 3 nicht vollständig verneinst).

        Sorry! Gruß, Rainer

        • Also dann:

          1) Staatsschulden spielen für die Börsen dann eine Rolle, wenn die Staaten das Vertrauen der Märkte verloren haben (siehe Griechenland, Italien etc.). Dafür gibt es allerdings keine festen Schuldengrößen.

          Unter Umständen kommt es auch auf die Alternativen an. Soll heißen: Solange der italienischen Art des Wirtschaftens eine traditionelle deutsche als Vergleichsmaßstab gegenübersteht, werden es die Italiener immer schwer haben, Vertrauen zu gewinnen. Sollte sich aber die deutsche im Lauf der Zeit der italienischen angleichen und keine andere stabilere Volkswirtschaft als Vergleichsmaßstab zur Verfügung stehen, lässt sich nicht von vornherein bestimmen, ab welchem Schuldenniveau auch Deutschland das Vertrauen verlieren würde.

          2) Die Qualität der Bilanzen der führenden Zentralbanken wird nach meiner Erwartung erst dann ein größeres Thema werden, wenn das System seinem Zusammenbruch entgegensteuert. Dann werden – wie ich schon öfters geschrieben habe – auch die Zentralbanken das Vertrauen der Finanzmärkte verlieren und ihrer Pleite (=Währungsreform) näher kommen.

          3) Inflation spielt m. E. auf absehbare Zeit keine große Rolle. Die von Dir genannten Hilfen kommen hauptsächlich solchen Leuten zugute, bei denen sie als Ausgleich für erlittene Kaufkraftverluste dienen. Sie stellen also keine zusätzliche Kaufkraft zum Vor-Corona-Niveau dar. Außerdem sind die Hilfen keine dauerhaften Einkommenserhöhungen, sondern lediglich Einmalzahlungen, die allenfalls im Bedarfsfall noch ein- zweimal wiederholt werden dürften. Um inflationär wirken zu können, müsste es sichbum dauerhafte Zahlungen handeln.

          Kurzum: Die Maßnahmen bieten hauptsächlich einen Ausgleich für den von Dir genannten Deflationsschock.

          4) Nein

  11. Hallo Raimund, Deiner Analyse und Prognose kann ich nur zustimmen. Beste Grüße

  12. Mal sehen!

    Ich habe auf jeden Fall bei den Tiefständen rebalanciert. Und meine hohe Goldposition hat die Verluste unter dem Strich begrenzt.

    Dennoch gehe ich zu 40% davon aus, dass es noch einmal gravierend bergab geht.

    Was mich irritiert ist: Vor Corona hatten wir keine echte Euphorie und jetzt haben wir keine tiefe Verzweiflung am Markt. … Wer soll sich da noch auskennen? Vielleicht bin ich auch schon zu abgebrüht.

    Lieber wäre mir gewesen, dass du, Raimund, so etwas nicht geschrieben hättest. Auf den amerikanischen Seiten gibt es auch schon mal solche Töne wie bei dir. Und der auferstandene Boris Johnson vorne auf Marketwatch spricht eine ähnliche Sprache. Würden sie doch alle schweigen und nach und nach zukaufen!

    • Ich lasse mir eben nicht vorschreiben, was ich zu schreiben habe. Allerdings würde ich mich wohler fühlen, wenn ich hier auf etwas mehr Widerspruch stieße. 😉

      • In der 2000er Baisse hat man doch den Spruch geprägt: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“
        Nun, es gibt nach 10 Jahren Hausse gegenwärtig noch ganz schön viel Hoffnung.

        Auf der anderen Seite denke ich auch, dass die Wirtschaft ja im Prinzip vollkommen intakt war und ist und doch eigentlich auch so wieder anspringen könnte. Die wackeligen Firmen werden vom Markt verschwinden und Platz machen für die gesunden. Vielleicht wird es einen Technologieschub mit neuen Wachstumsperspektiven geben … alles so etwas.

        Und dann denke ich: Früher war es schon eine große Belastung, wenn ein Jahr mehr arbeitsfreie Tage hatte als normal. Und jetzt stehen viele Räder über Wochen still. Das muss eine gravierende negative Wirkung haben. ….

        Vielleicht wäre es am besten, wenn die Wirtschaft langsam wieder Fahrt aufnimmt und die Börse von heute an langsam wieder zu steigen beginnt. … Aber so ist Börse nicht.

        Deshalb rechne ich unter dem Strich zunächst noch mit einem kräftigen Rücksetzer, ohne dass die Welt dabei unter geht.

      • Ich kann leider nur leicht widersprechen:
        Zitat“Ganz einfach: Das ist wie mit dem Vermummungs-Wahn: Die einen Experten finden den Maskenzwang nötig, die anderen finden ihn lächerlich. Ist also wie immer 😜“

        Das ist gar nicht der Punkt. Gerade an der Maskenpflicht konnte man klar erkennen, wie die Massenpanik der Bevölkerung durch Überinformationen in Social Media die Regierungen zwangen, diese einzuführen. Es ist gar nicht die Frage, ob die Masken nützen. Die Massenpanik will sie haben. Deswegen sitzen die 50 Prozent der „schlausten“ Spezies auch auf 90 Prozent aller Toilettenpapier Vorräte.
        Und die 5 Prozent der Oberschlauster werden sogar in den nächsten 30 Jahren welches vererben. Auch das zeigt, dass es einfach nur Panik war.

        Und nur deswegen leicht, weil ich denke, dass sich alle wieder beruhigen werden. Die Social Media Pandemie wird sich auflösen. Es kommt zu keinem zweiten Lockdown.

        Daher: Mutig und sehr schön geschrieben.

        • Bitte nicht so ernst nehmen, lieber Marco 😂

          Ich hatte die Maskeradendiskussion doch nur als Beispiel dafür genommen, dass sich Experten so gut wie nie einig sind. Deshalb ist es in diesem Fall auch nicht verwunderlich, dass Florian Homm eine fortgesetzte Baisse erwartet und ich das Gegenteil.

  13. Die kleinen Leute gehen massenweise in die Privatinsolvenz – die Aktien der Superreichen steigen schön weiter. Corona hat sich jedenfalls gelohnt!

    • Na das ist ja mal wieder ein extremer Vergleich!

    • Auch die kleinen Leute konnten sich in der Vergangenheit immer Aktien kaufen. Das geht ganz einfach und anfangs auch mit wenig Geld. Ich habe zu Beginn auch mit nur wenig Geld ganz klein angefangen. Die Aktien der kleinen Leute steigen dann genau so, wie die Aktien der Reichen.

      • Sehe ich genauso. Auch die kleinen Áktionäre könne sich eben solche Aktien auch zulegen. Es ist nicht gerade smart, nebendran zu stehen und zu rufen „Buh, Aktie XY“ steigt soundsoviel… Wenn man soetwas sehen und artikulieren kann: Einsteigen 😉 (Sicher gibt es auch Menschen, die sich augrund von finanzieller Not keine Aktien kaufen können, aber die beobachten dann wahrscheinlich den Markt auch nicht)

    • Was sind denn die Aktien der Superreichen??

    • Werden die „kleinen Leute“ am Eingang zurückgewiesen wenn Sie Aktien kaufen möchten ?
      😀 Ein Wahlspruch der Linken könnte nicht anders klingen…

    • Genau: die kleinen Leute werden durch die Möglichkeit Teileigentümer von multijurisdiktionalen Unternehmen zu werden, die keine Steuern mehr zahlen zu Teil-Mini-Finanzkapitalisten.

      Wozu noch Unternehmertum und echte Innovation, wenn man doch Aktien an den Multis auch halten kann. Deren Bonds werden von den Zentralbanken aufgekauft, sie verrechnen mit konzerneigenen juristischen Personen in Steuerdumpingjurisdiktionen per Phantasiepreisen um Steuern zu „sparen“ (😂) und machen Aktienrückkäufe… klingt nach einem wirklich durchdachten, ja geradezu zukunftsweisenden Konzept.
      Auf geht‘s ins gesamtwirtschaftsbewusstlose Finanz-Paradies!

  14. Ich gehe bei der Deutschen Bank jetzt short auf 1€ – und von dem Geld was ich damit mache, davon kauf ich mir die Bank! 😀

    • Geil du hast es verstanden

  15. Irgendwann muss es zur Hyperinflationen kommen.

  16. Hoffen wir, daß Sie Recht haben, Herr Brichta.

  17. Ja der Chart sagt uns wohin die FAhrt geht, nicht die Nachrichten 😉

  18. Während der Fear and Greed Index aktuell noch leicht auf der Fear Seite steht, ist hier aber gar nix mit Fear im Forum. Wo soll das noch hinführen… 😉
    Gegen einen zweiten Lockdown (im Winter?) würde ich allerdings nicht wetten wollen, dafür weiss man einfach noch zu wenig. Bis dahin ist aber (hoffentlich) noch etwas Zeit…

    • Die Stimmung hier im Blog ist mir auch etwas zu gut.

      Aber sie ist glücklicherweise nicht so repräsentativ wie der Fear&Greed-Index.

      Und die nächste Schwächephase kommt ohnehin erst im Juni … sagt meine Glaskugel 😉

      Bis dahin wird auch der Fear&Greed-Index noch ordentlich zulegen,

      • AHA! Die Glaskugel hat gesprochen. Endlich

        • Ich wusste, dass es jemanden gibt, der darauf wartet. Genauere Zeitangaben gibt es später zu gegebener Zeit.

      • „hier im Blog“ schreibt aktuell eine qualifizierte Minderheit…eine solche ist -wie erkannt- noch kein Kontraindikator

        • Als Kostolaner muß ich dir sagen:
          Die Masse hat immer Unrecht, auch die Qualifizierte.

          • 🙂

          • Auch als einzelner Kostolaner kann man zum Kontraindikator werden

  19. Hallo Herr Brichta,
    Im 2016 sah ich eine Doku über das Geld auf dieser Welt. Es wurde gezeigt wieviel Bargeld es gibt, wieviel in Aktien und Derivate steckt und wie hoch das weltweite BIP ist. Die Zahl zeigte, es gab 41 mal mehr Geld auf der Welt als Waren produziert werden. Jetzt nach den Geldbomben der Nationalbanken und Staaten muss dieser Wert durch die Decke gehen. Das zeigt doch, das Geld eigentlich keinen Wert mehr hat. Haben Sie neuere Zahlen dazu und wie weit kann das steigen? Mit Inflation können diese Berge unmöglich abgetragen werden, das bedeutet die vorausgesagte Währungsreform. Kann dieser Wert ein Indikator sein, wann es in etwa so weit ist?

    • Wichtig ist in diesem Zusammenhang nur, dass Sie sich der Krundtendenz bewusst sind. Und das ist bei Ihnen offensichtlich der Fall. Ich halte aber betont nichts davon, schon jetzt den Zusammenbruch vorhersagen und dies mit irgendwelchen Zahlenverhältnissen der von Ihnen genannten Art begründen zu wollen. Wann das System zusammenbricht, lässt sich anhand solcher Zahlen nich voraussagen.

      Ich erinnere in diesem Zusammenhang vor allem an die Rolle der Notenbanken. Ohne deren Eingreifen wäre das System schon längst kollabiert – wenn auch nicht in Form einer Währungsreform, sondern eher in Form einer monetären Krise mit einem Verfall von Geldvermögen und Schulden.

      Eine kommende Währungsreform – ich nenne es die Pleite der Notenbanken – wird sich nach meiner Erwartung an einem anderen Indikator abschätzen lassen: Wenn Notenbank-Stützen wie die gegenwärtigen nicht mehr von den Märkten honoriert werden, dürfte dies ein Zeichen dafür sein, dass das Vertrauen in die Schlagkraft der Notenbanken schwindet. Dies dürfte der Anfang vom Ende sein.

      Ich rechne damit nach wie vor nicht vor Ende des vor uns liegenden Jahrzehnts.

  20. Raimund,
    Wir haben wahrscheinlich alle auf deine Glaskugel gewartet wann Sie wieder spricht(schmunzel).

    • Sie hat doch schon längst gesprochen. Ich habe ihre Sprüche nur noch nicht weitergegeben 😉

  21. Hallo ihr Optimisten,
    ich könnte hier noch einige Argumente aufführen, die für weiter fallende Kurse sprechen.
    Aber ich glaube an fallende Coronaneuinfektionen, nachdem die Maskenpflicht eingeführt worden ist. Damit sind zwar die wirtschaftlichen Probleme nicht sofort vom Tisch, aber die Zuversicht wird sehr steigen.
    Also leider kein Widerspruch Raimund. “ Kämpfe niemals gegen die Notenbanken“.

  22. Ich hatte zuletzt wenige Tage vor dem Absturz von dem Jungen eines Freundes geschrieben, der seinen Zeitungsausträgerjob gekündigt hat, weil er jetzt mit Aktien traden will. Ich habe das dankend aufgenommen und bin zum ersten Mal seit 25 Jahren genau rechtzeitig ausgestiegen. Die ersten Einstiegskäufe leider zu früh getätitgt.
    Die Frau eines anderen Freundes, die als Fitnesstrainerin arbeitet, erzählte gestern, dass sie seit kurzem tradet ( von derselben Person angefixt, die auch den Zeitungsjungen auf die Idee brachte). Das laufe total gut. So einfach hat sie noch nie Geld verdient. Sie bezeichnet sich selbst nach knapp zwei Wochen Aktivität als Daytraderin. Ich habe es aufgegeben in solchen Gesprächen zu warnen – den Zeitungsjungen habe ich ein paar meiner schönsten Misserfolge erzählt, aber sonst ist es mir mittlerweile egal – .
    Mein persönlicher Fear & Greed Index vibriert leicht.

  23. Um die Billionenrally zu starten braucht man Billionen, wie verkauft man das dem Volk ? Ein Virus !
    Der Log Down und der Virus waren völlig überflüssig, nein doch nicht, wir brauchen doch die Billionen, achso ja stimmt.

    https://www.youtube.com/watch?v=Z_FHMfPqoIM&feature=youtu.be

    Die Rally kommt, gut, ich freue mich, die meisten Bürger wird es wohl nicht freuen….

    • Grundsätzlich liegt es mir fern, im Zusammenhang mit Börse überhaupt über Gefühlsregungen wie Freude zu sprechen. Ich analysiere und bewerte das Geschehen vielmehr vollkommen gefühlsneutral, egal ich ich über steigende oder fallende Kurse schreibe. Mein Ziel ist es einfach, das voraussichtliche Geschehen möglichst gut im Voraus abzuschätzen.

      Ähnlich verhält es sich ja mit dem von mir erwarteten Systemzusammenbruch. Auch diesen gilt es, möglichst ohne Emotionen ins Kalkül zu ziehen.

      Wir können weder steigende noch fallende Kurse noch den Systemkollaps ändern, aber wir können damit rechnen.

      • Rechnen ist das eine, reagieren das andere.
        Da trennt sich die Spreu von dem Weizen.
        Schade, ich hätte den DAX gerne zwischen 5-6 tausend gesehen.
        Die Aktien waren schon lange nicht mehr so teuer wie jetzt.
        Der Markt ist min. 25 % zu hoch
        bewertet. Notenbanken sei Dank.

        • Und er wird im Laufe der Rally vermutlich noch höher bewertet werden. Das gehört zur Natur solcher Börsenzyklen.

          Von Spitzenniveaus im DAX-KGV von 30 sind wir auch jetzt noch weit entfernt. Und sofern die Zinsen niedrig bleiben, was ich erwarte, könnten die KGVs in der nächsten Hochphase auch noch deutlich über 30 steigen. Stay tuned.

          • „könnten die KGVs…deutlich über 30 steigen“ GENAU richtig. Mir ist völlig unbegreiflich wie manche das aktuelle u. voraussichtlich weiterbestehende Zinsniveau bei der Bewertung des Aktienmarktes einfach ausblenden.

  24. Spricht komplett gegen die von mir (z. B. heute früh gepostete) Meinung. Allerdings bin ich sehr geneigt, Ihren Ausführungen zumindest Gehör zu schenken. Spannend ist, wie eine Inflation ausgeglichen werden wird. Da alle Notenbanken der Welt gleichzeitig drucken müssen, oder neue Schulden über Staatsanleihen aufnehmen… Welche Währung sollte der Gewinner sein? Wir stehen dennoch vor der Berichtssaison, nach wochenlangem Stillstand. Wer traut sich Forecasts bei gleichzeitig stornierten Bestellungen, herauszugeben? Ich sehe noch nicht, dass zumindest eine Korrektur jetzt schon vorbei sein sollte. Allerdings: Wenn weitere Billionen in den Markt gepumpt werden, müssen diese in den Aktien und Bond Markt investiert werden. Sie lassen mich (zum ersten mal) echt irritiert, ratlos zurück.

    • Zum Thema Inflation würde ich Ihnen dasselbe antworten wie in meiner Antwort an Rainer Kraushaar unter Punkt 3) Bitte sehen Sie dort einmal nach.

  25. Es sind noch zu viele „Experten“ in den Medien ,die auf einen weiteren Absturz warten.Erst wenn diese dann das Lager wechseln wird eine Korrektur kommen.
    Interessant ist auch die Aufwärtsbewegung des Russel 2000 in der letzten Zeit.
    Bislang wurde der positive Trend von wenigen Tech–Aktien getragen.

    • „Es sind noch zu viele „Experten“ in den Medien ,die auf einen weiteren Absturz warten.“

      Ein Beispiel dafür:
      Gestern hatte CNBC einen Großspekulanten zu Gast, der zumindest behauptete, im S&P 500 short gegangen zu sein, also auf fallende Kurse zu spekulieren.

  26. Na ja, warum sollte am Aktienmarkt nicht auch das passieren, was bei Immobilien schon lange akzeptiert wird? Eine Bewertung jenseits von gut und böse. Also in meiner Heimatstadt kosten 50 qm Wohnung aus den 60igern mehr als 120 k, nicht renoviert, du hörst den Nachbarn knutschen und Schimmel gehört auch dazu. Das ist wie BASF mit KGV von 120, weil Gewinne täglich fallen. Lustig ist eher, dass dort niemand Angst hat zu kaufen.

    • BASF kann das von Dir genannte KGV nach den Erfahrungen in der Vergangenheit wieder zehnteln…das wird bei dem Mietniveau eher nicht der Fall sein. Die Börse bewertet die Zukunft…s. Überschrift: Die Billionen Rallye ist gestartet. Gutes Timing für’s Erste. Die Karawane zieht weiter.

      • Korrektur bisher „gutes Timing“ neu: „Spitzentiming“ Den Zaubertrick macht Dir so schnell keiner nach Raimund

  27. Glaskugel reicht nicht. Man benötigt zusätzlich eine Startpistole. An der Börse wird nicht geklingelt, aber dieser Knall wurde gut gehört

  28. Bin mal gespannt wie das Sentiment der AAII (individual Investors)morgen
    aussehen wird.Letzte Woche waren noch 50 % der Anleger bearish!
    Mitte Januar waren es nur 25%.

  29. „Der Kollaps wird zwar kommen, aber noch nicht jetzt. Bei dieser Prognose bleibe ich.“

    Haben Sie das auch schonmal so im Fernsehen gesagt?

      • Würdest Du Deine Prognose auch beibehalten, wenn wir bis Jahresende einen dauerhaften Lockdown oder Teillockdown beibehalten würden?

        • Nein, wenn die Welt unterginge, wäre auch meine Prognose obsolet 🤪

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