Trump und Xi: Brüder im Geiste?
Auf den ersten Blick klingt die These absurd. Donald Trump und Xi Jinping — Brüder im Geiste? Der eine ist ein amerikanischer Präsident, gewählt in einem demokratischen System, laut, unberechenbar, permanent im Konflikt mit Medien, Gerichten, Bürokratie und politischem Gegner. Der andere ist der mächtigste chinesische Parteiführer seit Jahrzehnten, Generalsekretär der Kommunistischen Partei, Staatspräsident und Vorsitzender der Zentralen Militärkommission in einem autoritären Einparteienstaat. Und doch gibt es eine Verbindung zwischen beiden, die man nicht übersehen sollte: Beide wollen ihre Länder nicht einfach regieren. Sie wollen sie umbauen. Sie wollen nicht verwalten, sondern disruptieren. Trump versucht, Amerika von oben zu disruptieren — im Modus des permanenten Angriffs auf das, was er den „Deep State“, die alte Elite, die Bürokratie, die Medienmacht und die globalistische Ordnung nennt. Xi disruptiert China ebenfalls von oben — aber im Modus der systematischen Zentralisierung. Mehr Partei. Mehr Kontrolle. Mehr Ideologie. Mehr Staat. Mehr strategische Autonomie. Der eine arbeitet mit Chaos. Der andere mit Kontrolle. Aber beide eint der Wille zum Bruch. Trump stellt alte amerikanische...
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