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Gepostet by on Oktober 02, 2025 in Allgemein | 1 Kommentar

Es droht eine Blase des gesamten Finanzsystems

„Es droht eine Blase des gesamten Finanzsystems“, schreibt das Handelsblatt und verweist auf die Staatsverschuldung. Doch die Wahrheit ist größer – und unbequemer. Unser Geldsystem besteht fast vollständig aus Schulden. Viele glauben, Banken würden das Geld der Sparer verleihen. Doch das stimmt nicht: Geld entsteht nicht durch Sparen, sondern durch die Vergabe neuer Kredite an Staaten, Unternehmen und private Haushalte. Ohne neue Schulden gäbe es kaum Geld im Umlauf. Die Bundesbank beschreibt diesen Vorgang als „Geldschöpfung“: Wie entsteht Geld? – Teil II: Buchgeld. Kundeneinlagen – etwa auf Spar- oder Tagesgeldkonten – stehen in dieser Zeit nicht als Zahlungsmittel zur Verfügung. Sie dienen der Wertaufbewahrung. Damit Zahlungsverpflichtungen in einer Volkswirtschaft erfüllt werden können, muss daher ständig neues Geld geschaffen werden. Das geschieht durch die Vergabe neuer Kredite; Banken besitzen hierfür das Vorrecht der Geldschöpfung. Der Guthabenzins beschleunigt diese Spirale zusätzlich. Heißt: Er belohnt das Zurückhalten von Geld, zieht Liquidität aus dem Umlauf und erzwingt weitere Verschuldung, um die Zinsen auf Guthaben zu bedienen. Zins und Zinseszins führen so zu exponentiellem...

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Gepostet by on September 08, 2025 in Allgemein | 3 Kommentare

Billionen Schulden – Update 2025: Frankreich im Fokus

Ob Schulden Bedrohung oder Motor sind, hängt vom Blickwinkel ab. Die weltweite Verschuldung steigt ungebremst. Laut Institute of International Finance (IIF) hat sie im ersten Quartal 2025 um rund 7,5 Billionen US-Dollarzugenommen und damit einen neuen Rekordwert von über 324 Billionen US-Dollar erreicht. Daten für das zweite Quartal liegen derzeit noch nicht vor und werden im Herbst erwartet. Das bedeutet: Auf der einen Seite wachsen die Schulden, auf der anderen Seite existiert eine ebenso gigantische Menge an Geld und Geldvermögen. Fast 90 Prozent dieses Geldes existieren nur, weil Banken Kredite vergeben – ein Prozess, den man Geldschöpfung nennt. Wie Geldschöpfung funktioniert, habe ich in meiner Kolumne „Professor Issing sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht“ erläutert – Link siehe unten. Entscheidend ist: Schulden sind nicht nur Risiko, sie schaffen auch Geld, das für ungeheure Investitionen eingesetzt werden kann. Die Dimensionen sind atemberaubend: In einem Beitrag der indischen Journalistin Palki Sharma wird berichtet, dass weltweit bereits rund 50.000 Unternehmen gegründet wurden, die den Tod als Krankheit betrachten – und daran...

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Gepostet by on März 30, 2025 in Allgemein | 2 Kommentare

Fehlendes Verständnis im FT-Film mit dem Titel: Why governments are ‚addicted‘ to debt

Der Beitrag der Financial Times (FT) zeigt auf, dass keiner der Mitwirkenden des FT-Films erkennt, dass auch Staaten kontinuierlich neue Schulden aufnehmen müssen, um einen deflationären Crash zu verhindern. Da die aktuelle Geldordnung aus diesem Grund langfristig nicht tragfähig ist, wird ein Schuldenschnitt früher oder später unausweichlich sein. Warum ist das der Fall? Dazu muss man folgendes wissen: Banken verleihen das Geld ihrer Kunden nicht, wie viele Menschen annehmen. Sie haben das Vorrecht, Geld zu schaffen und das geschaffene Geld dann an ihre Kunden zu verleihen. Das Geld der Bankkunden, das diese auf ihren Konten haben, wird also mit dem Parken auf den Konten stillgelegt (Wertaufbewahrungsfunktion), d.h. es steht nicht mehr als Zahlungsmittel zur Verfügung. Dies führt dann aber dazu, dass wieder neues Geld geschaffen werden muss, um zusätzliches Geld in Umlauf zu bringen, das die Funktion als Zahlungsmittel erfüllen kann. Und wie funktioniert diese Geldschöpfung? Sie erfolgt fast ausschließlich über Bankkredite an Staaten, Unternehmen und Privatpersonen, d.h. es müssen immer wieder neue Kredite von den Banken an Staaten,...

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Gepostet by on März 15, 2025 in Allgemein | Keine Kommentare

Auch die NZZ-Journalisten verstehen es nicht

Der Beitrag der NZZ-Journalisten mit dem Titel „Wenn Staatsschulden zum Problem werden“, auf den ich unten verweise, greift zu kurz. Aus dem Beitrag wird deutlich, dass die Journalisten das bestehende Geldsystem nicht verstehen – und damit sind sie nicht allein. Wahrscheinlich haben die meisten Menschen ebenfalls kein wirkliches Verständnis davon, aber das macht es nicht besser. Woher ich das weiß? Ihnen ist nicht bewusst, dass ohne Schulden (einschließlich Staatsschulden) kaum Geld im Umlauf wäre. Andernfalls hätten sie ihren Beitrag nicht mit Geld begonnen, das bereits im Umlauf ist. Dieses Geld ist nämlich erst durch die Aufnahme von Schulden entstanden. Anders ausgedrückt: Würden alle Schulden zurückgezahlt, gäbe es so gut wie kein Geld mehr im Umlauf, und wirtschaftliche Aktivitäten wären praktisch unmöglich. Die Erklärung dazu finden Sie hier: https://wahre-werte-depot.de/professor-issing-sieht-den-wald-vor-lauter-baeumen-nicht/ Ohne diese Erklärung und das damit verbundene Grundverständnis der bestehenden Geldordnung ist es sinnlos, einen Beitrag über Staatsschulden (Schulden) zu verfassen. Denn ohne dieses Wissen erscheinen Schulden in einem völlig anderen Licht. Kurzum: Die beiden Journalisten wissen nicht wirklich, wovon sie...

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