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Bezos und Branson sind auf dem Holzweg

20. Juli 2021 - Raimund Brichta in Allgemein | 24 Kommentare

Heute hat Jeff Bezos als zweiter Milliardär einen Kurz-Trip ins All gemacht. Wie Konkurrent Richard Branson plant er, das Geschäft mit dem Weltraumtourismus goß aufzuziehen. Warum die beiden sich damit auf einem Irrweg befinden, darüber spreche ich mit Bianca Thomas in dieser neuen Podcastfolge.

Außerdem beantworten wir wieder Hörerfragen zu den vergangenen Folgen: Profitieren Aktien, Gold oder Immobilien von einer möglichen Währungsreform? Sollte man sein Vermögen vor dem Staat verstecken? Und welche Möglichkeiten dafür gibt es noch?

https://art19.com/shows/brichta-und-bell/episodes/cc8bf3ff-c6f9-4f58-8af1-a19781ecbd00

24 Kommentare

  1. Hallo, Ihr sprecht in dieser Episode von einer Währungsreform. Wie wahrscheinlich ist die?

    • Wie bereits in den Folgen zuvor thematisiert, halte ich einen Reset unseres Geldwesens (z. B. in Form einer Währungsreform) in fernerer Zukunft für sehr wahrscheinlich. Ich persönlich rechne damit aber FRÜHESTENS Ende dieses Jahrzehnts, möglicherweise auch deutlich später.

      Vielleicht hören Sie dazu mal in die vorangegangenen Podcastfolgen rein. Regelmäßig äußere ich mich dazu auch hier im Blog. Und last but not least: Die Grundlagen dazu finden Sie in unserem Buch „Die Wahrheit über Geld“.

  2. Hallo Herr Brichta,

    vielen Dank für Ihre Beantwortung meiner Frage zum Thema Währungsreform.
    Wenn ich es richtig verstanden habe – gibt es keine 100%ige Sicherheit. Auch auf Sachwerte kann eine Vermögensabgabe nach einer Währungsreform kommen..
    Kann ich mich mit der Anlage in verschiedene Währungen dagegen schützen oder gibt es überhaupt keine Alternativen? Gold in den Garten verbuddeln fällt sowieso aus. 🙂

    Ich freue mich auf Ihre Ausführungen.

    Beste Grüße

    Ihr
    André

    • Auch bei verschiedenen Währungen gibt es keinen sichern Schutz. Vor allem wenn auch andere Währungen etwa zur gleichen Zeit „reformiert“ würden. Oder wenn es auch Abgaben auf Auslandsvermögen gibt. Dennoch lässt sich das Risiko damit vemutlich streuen/verringern.

      • Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
        Zum Thema Währung hätte ich noch eine Frage.
        Ich habe meine amerikanischen Aktien über Tradegate geordert und diese sind in € beim Broker hinterlegt. Zur besseren Diversifikation und um die Risiken einer Währungsreform zu senken, wäre der Kauf über die Heimatbörse besser?

        • Die Risiken einer Währungsreform sind vollkommen unabhängig davon, an welcher Börse sie Aktien kaufen.

          Egal wo Sie z.B. US-Aktien kaufen, Sie haben als Anleger immer den in Euro umgerechneten Dollarwert dieser Aktien in ihrem Depot, auch wenn sie an der US-Heimatbörse gekauft haben. Im Zweifelsfall ist der Kauf an der Heimatbörse für Sie noch mit höheren Kosten verbunden.

          • Es gibt ja auch Broker wie z.B. Lynx oder Interactive Broker die ein Fremdwährungsverrechnungskonto anbieten. Durch dieses Konto kann ich dann an der Heimatbörse (ca. 30 Länder) ordern und danach sollten die Aktien in der Landeswährung (mit den entsprechenden Wechselkursrisiken) im Depot liegen… Ich habe mich, auf die Frage bezogen, etwas missverständlich ausgedrückt.

            Was halten Sie von dieser „Kauf-Strategie“?
            Die Vermögensabgabe kann auch die „ausländische Aktie“ nicht umgehen, aber z.B. der Dollar gilt doch als Weltleitwährung…

          • Das ist doch gehuppt wie geduppt. Auch wenn sie die Aktien in einem Dollardepot liegen haben, müssen Sie den Wert immer in Ihre Heimatwährung umrechnen. Im ersten Fall geschieht das automatisch, im zweiten Falle müssen Sie das selbst tun. Eine US-Aktie bleibt eine US-Aktie, egal in welchem Depot sie liegt. Eine US-Aktie in einem Dollardepot muss also immer in etwa gleich viel wert sein wie die gleiche Aktie in einem Heimatwährungsdepot. Alles andere ergäbe keinen Sinn.

  3. Tja, was den Weltraumtourismus von Branson und Bezos betrifft: Milliardäre können sich jede dekadente Umweltsauerei leisten, egal wie hoch die CO2-Steuer ist.

    Ich wette aber, das auch diesem Problem irgendwann – vielleicht noch vor einem möglichen Reset des Währungssystems – etwas Einhalt geboten wird, zumal auch die Diskussionen über die Gerechtigkeit der Vermögensverteilung im Laufe der Jahre gefühlt zugenommen haben, z. B. wenn es ums Thema Wohnen und Miethöhen ging.

    Vielleicht gibt es irgendwann eine Kopplung von Vermögenssteuer und CO2-Steuer. Bleibt nur zu hoffen, dass sinnvolle und gerechte Lösungen gefunden werden. Steuern und Ablassbriefe in Form von CO2-Zertifikaten alleine werden das Klima vermutlich nicht retten.

    • @ Sandro

      Der globale (!!!) Waehrungsschnitt kommt nicht. Allein schon aus dem Grund, da viel zu viele damit rechnen.
      Es tritt nie genau das ein, worueber vorher geschrieben wird,wovor alle Angst haben und womit sich fast alle beschaeftigen.
      Die Verwerfungen werden genau aus den Ecken kommen, die man heute fuer relativ sicher haelt.
      Es ist doch immer so –
      erstens kommts anders und zweitens als man denkt.

      • Das Argument, dass er nur deshalb nicht kommt, weil ihn so viele erwarten, halte ich für relativ schwach. Demnach müsste auch der Klimawandel nicht kommen, weil so viele Menschen mit ihm rechnen.

        Abgesehen davon, dass diejenigen, die den Währungsschnitt erwarten, tatsächlich in der Minderheit sind. (Ich meine natürlich weltweit und nicht in diesem Forum.) Mit dem Klimawandel rechnen dagegen viel mehr Menschen.

        Und wenn Sie auf die Wissenschaft schauen, wird der Unterschied noch deutlicher: Weit über 90% der Wissenschaftler rechnen mit einem menschengemachten Klimawandel. Mir fällt aber kein ein Mainstream-Ökonom ein, der den großen Geld-Reset erwartet.

        Wenn schon, müssten Sie also eher umgekehrt argumentieren: Der Geld-Reset kommt nicht, weil die überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler ihn nicht befürchtet. Und diese Leute sollten schließlich Ahnung von der Materie haben 😉

        • Nachtrag: Ich kann Dir nur empfehlen, das Buch von Raimund und dem Co-Autor Anton Voglmaier zu lesen. Was darin vielleicht noch nicht klar wird, wird klar, wenn Du Dir die Mühe machst, die alten Blog-Beiträge zum Buch zu lesen (siehe Parallelwebsite zum Buch). Ich habe mir diese Mühe gemacht. Es gab durchaus Leute, die sich bereits selbst mit dem Geldsystem beschäftigt hatten und versuchten, Gegenargumente zu finden. So wie ich das sehe, hat es aber bislang niemand geschafft, Raimund ernsthaft Paroli zu bieten. Auch meine eigenen Gegenargumente erwiesen sich als Pseudoargumente und lösten sich in Luft auf, nachdem ich genauer darüber nachgedacht hatte.

          Ich will allerdings niemanden missionieren. Raimund vermutlich auch nicht. Jeder muss selbst wissen, wie und wo er/sie sich informiert und sich eine Meinung bildet.

          • Korrekt, lieber Sandro. Jeder kann für sich entscheiden, ob er den Reset für plausibel hält oder nicht.

            Und was meine von Dir angesprochenen Diskussionen mit anderen Geldexperten im Blog bei „Die Wahrheit über Geld“ anbelangt, so habe ich diese ganz bewusst so intensiv geführt. Nicht, um Recht zu behalten, sondern ausschließlich aus der Motivation heraus, alle meine Erkenntnisse und Thesen auf Herz und Nieren zu überprüfen.

            Aus diesem Grund freue mich auch jetzt noch über alle kritischen Kommentare dazu, so wie von Lies Land. Sie geben mir die Gelegenheit, meine Einschätzungen mit Argumenten und Gegenargumenten immer wieder zu überprüfen. Das werde ich so lange tun, bis der Reset tatsächlich da ist 😉

      • Nun ja. Was den Währungsschnitt betrifft: Ich habe vor ca. 6 Jahren das Buch von Raimund gelesen und danach erst einmal alles in Frage gestellt und mich damit auseinandergesetzt. Ich glaube, das er irgendwann kommen MUSS – da sehe ich keinen Ausweg (außer einer ewig langen Depressionsphase, die durch einen Währungsschnitt beendet werden kann). Alles ist logisch, wenn man es durchdenkt. Was Menschen glauben oder nicht, oder ob es irgendwelche psychologischen Kompenenten gibt, spielt dabei keine wensentliche Rolle – es könnte sich allenfalls auf den Zeitpunkt auswirken. Den Zeitpunkt kann niemand vorhersagen. Raimund sagt: „Frühestens am Ende des Jahrzehnts“. Ich denke, es kann auch noch sehr viel länger dauern. Einen echten Ausweg sehe ich aber nicht.

        Noch eine Anmerkungs zum Wort „global“. Ich habe dieses Wort zwar selbst gar nicht benutzt. Aber wenn viele Länder (darunter einige der wichtigsten Wirtschaftsmächte) kurz nach einander einen Währungsreform durchführen oder sich gegenseitig herunterziehen/anstecken, dann kann man schon von einem globalen Ereignis sprechen, denke ich.

        Übrigens: Wenn tatsächlich viele Leute (= eine große Mehrheit) damit rechnen, dann kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu. Zu einem Bank-Run kommt es schließlich auch nur dann, wenn es eine kritische Masse gitb, die mit einer möglichen Pleite rechnet. Das Sprichwort „Es ist doch immer so – erstens kommts anders und zweitens als man denkt“ gilt hier nicht (auch in vielen anderen Fällen nicht). Ganz im Gegenteil. Das Geld verliert erst dann seinen Wert, wenn es alle glauben.

      • Wenn tatsächlich viele mit einem globalen Währungsschnitt rechneten, wäre er längst da oder stünde so kurz bevor, dass wir die Auswirkungen bereits deutlich spüren würden.

    • Man kann einmal darüber nachdenken, was finzanzielle Abgaben für CO2 und andere Umweltbelastungen langfristig bewirken. Natürlich werden sie auch zu CO2-Einsparungen und dergleichen führen. Aber in welchem Maße? Wäre das ausreichend?

      Sofern solche Abgaben die Unternehmen und Privathaushalte tatsächlich zukünftig erheblich belasten, wäre eine Konsequenz aber auch, dass es diesen an Geld mangelt. Geld, das der Staat wieder ausgeben kann. Gibt er es dann für das Klima bzw. für die Umwelt aus? Vermutlich nur zum kleinen Teil. Die Wirtschaft kann die Zusatzkosten durch Umweltabgaben langfristig aber einfach an die Verbraucher weiterreichen, durch Preis-Inflation. Und sofern es tatsächlich der Wirtschaft und/oder den Privathaushalten an Geld mangelt, sorgen die Notenbanken und staatsverschuldung dafür, das wieder neues Geld gedruckt wird. So gesehen, gäbe es Zusammenhänge zwischen Abgaben zur Klimarettung, dem Konsum und dem Geldsystem.

  4. Hmmm wer ist Milliardär? Raimund oder die beiden anderen Herrschaften? Wer wird also recht behalten…

    • Recht behalten womit? Haben Sie den Podcast gehört?

    • Genau, ich habe den beiden ja keine Tipps gegeben, wie sie Milliarden machen können. Das können sie nachweislich besser als ich 😉

    • @ Torsten S

      “ Hmmm wer ist Milliardär? Raimund oder die beiden anderen Herrschaften? Wer wird also recht behalten… “

      Instinkiv wuerde ich auf die Milliardaere tippen …
      ein paar Details aur Fragestellung haette ich aber schon noch gerne!

  5. Die beiden B’s sind ja vor allem Geschäftsleute, in einer gewissen Weise wurde da sehr wohl die Möglichkeit des ‚Massentourismus‘ in den Weltall ausgelotet. Allerdings kommt bei den beiden Projekten was die Herren ja vermutlich selbst finanziert haben ???? wesentlich mehr bei rum, als bei den Unsummen die entstanden wären wenn da wieder staatliche Organisationen beteiligt gewesen wären, und am Ende wurden bestimmt genau soviel Daten gesammelt, zumindest Amazon weiss ja wie das geht.

  6. Ich finde das schon lustig, wenn normale Leute glauben beurteilen zu können, ob die Unternehmungen der erfolgreichsten Männer weltweit sinnvoll sind.

    • Was ist daran „lustig“, wenn für eine solche Beurteilung schon der gesunde Menschenverstand „normaler Leute“ ausreicht?

    • Na ja. Du kannst ja z. B. mal schauen, was Elon Musk alles auf die Beine gestellt hat. Auch einer der erfolgreichsten Männer weltweit – auf den ersten Blick sehr beeindruckend. Viele „normale Leute“, die auch nicht ganz erfolglos sind, sagen, er sei dabei enorme Risiken eingegangen. Und was seine Tweets betrifft, könnte man manchmal meinen, er spiele sogar mit dem Feuer. Aber unter Spielern gibt es eben auch Gewinner.

      Ich erinnere mich, dass ich vor langer Zeit einmal eine Fernsehdoku angeschaut hatte, die sich damit beschäftigte, wie es um die Psyche von Top-Managern bestellt ist. Das Ergebnis war ungefähr: Total durchgeknallt. Definitiv keine „normalen Leute“. Soll jeder seine Meinung darüber haben.

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