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Gepostet by on August 24, 2026 in Allgemein | 3 Kommentare

Geld regiert die Welt. Regieren geheime Mächte das Geld?

Wir reden ständig über Geld. Wer es hat. Wer es braucht. Wer es verliert. Aber wer regiert es eigentlich? Die Zentralbanken? Die Banken? Die Staaten? Die Finanzmärkte? Niemand allein. Natürlich gibt es Menschen, die das anders sehen. Verschwörungstheoretiker suchen seit jeher nach finsteren Mächten hinter dem Geld. Und immer wieder mündet das in antisemitische Erzählungen von geheimen Finanzeliten, die Banken, Staaten oder gleich die ganze Welt kontrollieren sollen. Das ist menschenverachtend. Und Unsinn. Die Wirklichkeit ist viel interessanter als jede Verschwörungstheorie. Unsere Geldordnung hat keinen geheimen Architekten. Sie wurde nie als Ganzes entworfen. Sie ist gewachsen. Banken entwickelten neue Formen von Kredit und Zahlungsverkehr. Staaten schufen Regeln. Zentralbanken entstanden. Krisen veränderten das System. Heute hängen unsere Wirtschaft und Gesellschaft daran. Und trotzdem wissen erstaunlich wenige Menschen, wie diese Ordnung funktioniert. Der größte Teil unseres Geldes ist Buchgeld. Geschäftsbanken genießen dabei ein Vorrecht: Sie können selbst neues Geld schaffen – vor allem, indem sie Kredite vergeben. Werden diese Kredite getilgt, verschwindet das dabei geschaffene Geld wieder. Wie abhängig wir von...

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Gepostet by on August 20, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Waren Angela Merkel und Wolfgang Schäuble die dümmsten Politiker, die Deutschland jemals hatte?

Nein. Aber sie haben einen der dümmsten wirtschaftspolitischen Fehler der deutschen Nachkriegsgeschichte gemacht. Warum ich das so sehe, habe ich bereits in früheren Kolumnen beschrieben: Deutschland hat über Jahre notwendige Investitionen aufgeschoben und die schwarze Null zum politischen Erfolg erklärt. Ausgerechnet bei historisch niedrigen Zinsen – zeitweise sogar bei negativen Renditen. Deutschland hätte investieren können. Stattdessen wurde gespart. Viele der damals unterlassenen Investitionen müssen wir heute nachholen – zu deutlich höheren Finanzierungskosten. Und wenn Schulden und Zinskosten weiter steigen, könnte irgendwann sogar Deutschlands Bestnote bei den Ratingagenturen wackeln. Doch es geht längst nicht mehr nur ums Geld. Die schwarze Null könnte auch erklären, warum heute so viele Menschen das Gefühl haben, dieser Staat habe die Kontrolle verloren. Nehmen wir Angela Merkels Asylpolitik. Hunderttausende Menschen kamen innerhalb kurzer Zeit nach Deutschland. Natürlich war das eine enorme Herausforderung. Aber musste daraus zwangsläufig die Überforderung werden, die wir anschließend erlebt haben? Asylverfahren dauerten zu lange, Abschiebungen scheiterten, Kommunen kamen an ihre Grenzen, Schulen und Wohnungsmarkt ebenfalls. Vielleicht lag das Problem also nicht...

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Gepostet by on August 13, 2026 in Allgemein | 2 Kommentare

Deutschland hat keine Ahnung von Geld

Vielleicht war die schwäbische Hausfrau eine der erfolgreichsten wirtschaftspolitischen Fehlbesetzungen der deutschen Geschichte. Sie hat es bis ins Kanzleramt geschafft – zumindest als Denkmodell. Sparen galt als Tugend. Schulden als Sünde. Die schwarze Null als Krönung solider Finanzpolitik. Und ein erstaunlich großer Teil Deutschlands glaubte daran. Vier Kolumnen lang habe ich analysiert, wie Deutschland der schwarzen Null verfallen konnte. Am Ende bleibt für mich eine ziemlich verstörende Frage: Wie konnte ein Land jahrzehntelang über Schulden streiten, wenn so viele offenbar nicht verstanden haben, wie unser Geldsystem überhaupt funktioniert? Der volumenmäßig größte Teil unseres Geldes ist Buchgeld. Geschäftsbanken schaffen neues Buchgeld, wenn sie Kredite vergeben. Werden diese Kredite getilgt, verschwindet das dabei geschaffene Geld wieder. Schulden sind deshalb in unserem heutigen Geldsystem kein Betriebsunfall. Sie sind systemimmanent. Die Schulden schaffen das Geld. Trotzdem wurde den Deutschen über Jahre eine Geschichte erzählt, die jedes Kind verstehen konnte: Schulden schlecht. Sparen gut. Schwarze Null hervorragend. Und als Krönung wurde die schwäbische Hausfrau zum Vorbild staatlicher Finanzpolitik erhoben. Ökonomisch ist das absurd. Ein...

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Gepostet by on August 10, 2026 in Allgemein | 2 Kommentare

Ohne neue Schulden stirbt unser Geldsystem

Wer die Schulden abschaffen will, hat unser Geldsystem nicht verstanden. Seit Jahrzehnten wird uns in Deutschland erzählt, der Staat müsse wirtschaften wie eine schwäbische Hausfrau: sparen, Schulden vermeiden, nur ausgeben, was vorher eingenommen wurde. Das klingt vernünftig. Für unser heutiges Geldsystem wäre es tödlich. Denn der volumenmäßig größte Teil unseres Geldes ist Buchgeld. Und dieses Buchgeld entsteht zu einem großen Teil durch Kreditvergabe. Das behaupten nicht etwa Kritiker unseres Geldsystems. Das erklärt die Deutsche Bundesbank selbst: Vergibt eine Geschäftsbank einen Kredit, schafft sie damit neues Buchgeld. Wird der Kredit getilgt, verschwindet das dadurch geschaffene Buchgeld wieder. Die Schulden schaffen das Geld. Und jetzt denken wir das Ideal der schwäbischen Hausfrau konsequent zu Ende: Alle sparen. Alle tilgen ihre Schulden. Niemand macht neue Schulden. Damit käme die Geldschöpfung durch Kreditvergabe weitgehend zum Erliegen, während bestehendes kreditgeschaffenes Geld durch Tilgung verschwindet. Gleichzeitig wird gespartes Geld geparkt, statt für Waren, Dienstleistungen oder Investitionen ausgegeben zu werden. Sparen, tilgen, keine neuen Schulden: Was für den Einzelnen vernünftig klingen mag, würde auf die gesamte...

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Gepostet by on August 06, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Die Staaten werden die Kontrolle über das Geld verlieren

Der CLARITY Act soll in den USA klarer regeln, wann digitale Vermögenswerte dem Wertpapierrecht unterliegen, wann sie als digitale Rohstoffe behandelt werden und welche Behörde für welchen Markt zuständig ist. Für Unternehmen, Börsen und Anleger ist das wichtig. Für die Zukunft des Geldes ist es jedoch zweitrangig. Denn digitales Geld wird sich durchsetzen. Egal, ob es dem Regulator gefällt oder nicht. Offen ist nur, welche Form sich am Ende durchsetzt: Bitcoin, Stablecoins oder eine andere private beziehungsweise dezentrale Lösung, die wir heute vielleicht noch gar nicht kennen. Nicht offen ist die Richtung. Zum ersten Mal können Menschen weltweit „Geld“ übertragen und verwahren, ohne dafür zwingend das Geldsystem eines einzelnen Staates nutzen zu müssen. Genau darin liegt der eigentliche Umbruch. Staaten können Anbieter beaufsichtigen, Transaktionen besteuern, den Zugang erschweren oder einzelne Anwendungen verbieten. Sie können Gesetze wie den CLARITY Act verabschieden und versuchen, die neue Geldwelt in bestehende Kategorien einzuordnen. Doch sie werden ihr Geldmonopol nicht dauerhaft verteidigen können. Denn sobald Bürger und Unternehmen zwischen staatlichem Geld und global verfügbaren...

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