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Gepostet by on Juni 18, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Schützt Anlegerschutz Anleger wirklich?

Schon der Begriff irritiert mich: EU-Kleinanlegerstrategie. Warum eigentlich „Kleinanleger“? Menschen, die ihr Geld investieren, Verantwortung für ihre Altersvorsorge übernehmen und sich am Produktivkapital beteiligen wollen, sind für mich nicht „klein“. Sie sind Anleger. Allein diese Begrifflichkeit sagt aus meiner Sicht viel über die Haltung aus, mit der diese Debatte teilweise geführt wird. Sie klingt nach Fürsorge, aber auch nach Bevormundung. Nach Schutz, aber auch nach Misstrauen. Nach der Vorstellung, Anleger müssten vor allem vor sich selbst geschützt werden. Natürlich brauchen Anleger Schutz. Natürlich brauchen sie Transparenz. Natürlich müssen Kosten nachvollziehbar sein. Natürlich muss klar sein, welche Interessen im Vertrieb eine Rolle spielen. Aber schützt man Anleger wirklich, wenn man ihnen immer neue Formulare, Zielmarktdefinitionen, Kostenraster, Product-Governance-Vorgaben und Rechtfertigungspflichten zumutet? Oder schützt man sie am Ende vor allem davor, überhaupt zu investieren? Je länger ich mir die Diskussion um die EU-Kleinanlegerstrategie anschaue, desto stärker habe ich den Eindruck: Wir reden über die falschen Probleme. Denn immer detailliertere Regulierung macht Anleger nicht automatisch besser geschützt. Sie kann den Zugang zur Geldanlage...

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Gepostet by on August 11, 2023 in Allgemein | Keine Kommentare

Sag beim Abschied leise Servus

Nun habe ich 6 Jahre lang mit ihm gearbeitet und er gibt ein Interview mit folgendem Satz: „…Es muss beendet werden!…“ Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/plus244885538/Banker-Leonhard-Fischer-Muessen-ein-Bankensystem-nicht-zwangsweise-am-Leben-erhalten.html? Seine Aussage richtet sich gegen das bestehende Finanzsystem, womit er nichts anderes meint, als dass es beendet werden muss. Im Folgenden gebe ich meine Einschätzung des bestehenden Finanzsystems wieder, die ich in einer meiner Kolumnen vorgestellt habe: Banken verleihen das Geld ihrer Kunden nicht, wie viele Menschen annehmen. Sie haben das Vorrecht, Geld zu schaffen und das geschaffene Geld dann an ihre Kunden zu verleihen. Das Geld der Bankkunden, das diese auf ihren Konten haben, wird also mit dem Parken auf den Konten stillgelegt (Wertaufbewahrungsfunktion), d.h. es steht nicht mehr als Zahlungsmittel zur Verfügung. Dies führt dann aber dazu, dass wieder neues Geld geschaffen werden muss, um zusätzliches Geld in Umlauf zu bringen, das die Funktion als Zahlungsmittel erfüllen kann. Und wie funktioniert diese Geldschöpfung? Sie erfolgt fast ausschließlich über Bankkredite, d.h. es müssen immer wieder neue Kredite von den Banken vergeben werden, damit das stillgelegte...

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