Wenn Trump liefert, verdient er Anerkennung
Man kann Donald Trump vieles vorwerfen: seine Sprache, seinen Stil, seine Lust an der Eskalation, seine politische Show. Aber Politik wird am Ende nicht an Stilnoten gemessen. Sondern an Ergebnissen. Sollte sich bestätigen, dass Trump die angekündigten weiteren Angriffe auf den Iran tatsächlich abgesagt hat, weil ein belastbarer Deal auf höchster Ebene erreicht wurde, dann wäre das ein Moment, in dem man fair bleiben muss. Dann gebührt ihm Anerkennung. Aber nur unter einer entscheidenden Voraussetzung: Der Deal muss substanziell sein. Nicht irgendein Papier. Nicht irgendeine Formel. Nicht irgendeine diplomatische Verpackung. Sondern ein Ergebnis, das die reale Bedrohung durch das iranische Mullah-Regime tatsächlich reduziert. Denn der Kern dieses Konflikts ist nicht Trumps Temperament. Der Kern ist die nukleare Bedrohung, die von Teheran ausgeht. Ein Regime, das Israel offen bedroht, Terrororganisationen in der Region unterstützt und zugleich an nuklearen Fähigkeiten arbeitet, kann nicht mit schönen Worten beruhigt werden. Ein guter Deal wäre deshalb nur dann ein guter Deal, wenn Iran substanzielle und überprüfbare Zugeständnisse machen musste: beim Atomprogramm, bei der Kontrolle...
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