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Gepostet by on August 06, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Die Staaten werden die Kontrolle über das Geld verlieren

Der CLARITY Act soll in den USA klarer regeln, wann digitale Vermögenswerte dem Wertpapierrecht unterliegen, wann sie als digitale Rohstoffe behandelt werden und welche Behörde für welchen Markt zuständig ist. Für Unternehmen, Börsen und Anleger ist das wichtig. Für die Zukunft des Geldes ist es jedoch zweitrangig. Denn digitales Geld wird sich durchsetzen. Egal, ob es dem Regulator gefällt oder nicht. Offen ist nur, welche Form sich am Ende durchsetzt: Bitcoin, Stablecoins oder eine andere private beziehungsweise dezentrale Lösung, die wir heute vielleicht noch gar nicht kennen. Nicht offen ist die Richtung. Zum ersten Mal können Menschen weltweit „Geld“ übertragen und verwahren, ohne dafür zwingend das Geldsystem eines einzelnen Staates nutzen zu müssen. Genau darin liegt der eigentliche Umbruch. Staaten können Anbieter beaufsichtigen, Transaktionen besteuern, den Zugang erschweren oder einzelne Anwendungen verbieten. Sie können Gesetze wie den CLARITY Act verabschieden und versuchen, die neue Geldwelt in bestehende Kategorien einzuordnen. Doch sie werden ihr Geldmonopol nicht dauerhaft verteidigen können. Denn sobald Bürger und Unternehmen zwischen staatlichem Geld und global verfügbaren...

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Gepostet by on Juli 23, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Die 10-jährige US-Rendite erreicht wieder 4,7 Prozent

Im Januar 2025 schrieb ich an dieser Stelle, dass die Zukunft der USA auf dem Anleihemarkt entschieden werde. Damals war die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen nach der Wahl Donald Trumps innerhalb weniger Wochen von knapp 4,2 auf mehr als 4,7 Prozent gestiegen. Nun hat sie die Marke von 4,7 Prozent erneut erreicht. Das ist noch kein endgültiger Beweis dafür, dass Anleger das Vertrauen in Donald Trump oder seine Regierung verloren haben. Die Rendite wird von mehreren Faktoren bestimmt: von den Erwartungen an Inflation, Wachstum und Leitzinsen sowie von Angebot und Nachfrage am Rentenmarkt. Dennoch ist das erneute Erreichen dieses Renditeniveaus ein Warnzeichen. Die USA müssen regelmäßig gewaltige Summen am Kapitalmarkt aufnehmen. Je größer Haushaltsdefizit und Schuldenstand werden, desto stärker ist die Regierung darauf angewiesen, dass Investoren amerikanische Staatsanleihen zu tragbaren Konditionen kaufen. Bleiben die Renditen hoch oder steigen sie weiter, verteuert sich nach und nach die Refinanzierung des Staates. Zugleich erhöhen sich tendenziell die Finanzierungskosten für Unternehmen, Immobilienkäufer und Verbraucher. Auch charttechnisch ist die Lage bedeutsam. Mit 4,7 Prozent würde...

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Gepostet by on März 15, 2026 in Allgemein | 3 Kommentare

China versus USA

Die Frage, ob China die USA wirtschaftlich und geopolitisch überholen wird, gehört zu den großen strategischen Fragen unserer Zeit. Diese ZDF-Reportage aus der Reihe Global politiX liefert dazu eine nüchterne und faktenbasierte Einordnung. Sehr...

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Gepostet by on März 03, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Iran 2026 – Der Anfang vom Ende des Mullah-Regimes?

Seit dem 28. Februar 2026 wird der Iran militärisch angegriffen. Die USA und Israel treffen Ziele im Land. Die Führung ist direkt betroffen. Die Lage eskaliert. Ich habe im Oktober 2024 geschrieben: Freie Gesellschaften schützen das Individuum vor dem Staat. Unfreie Systeme müssen den Staat vor ihren Bürgern schützen. Genau hier liegt der Unterschied. Ein Staat, hinter dem seine Bürger stehen, kann schwere Krisen aushalten. Ein Staat, der seine Bürger kontrollieren muss, gerät in Schwierigkeiten, wenn gleichzeitig von außen Druck entsteht. Denn dann reicht Angst allein nicht mehr. Krieg verschärft alles: Er trifft die Wirtschaft. Er trifft die Versorgung. Er trifft die Machtbalance im Inneren. Und er zwingt ein Regime, noch härter durchzugreifen. Aber je härter ein Regime durchgreifen muss, desto deutlicher wird, wie schmal seine Basis ist. Ich habe 2024 geschrieben, dass der Sturz des Mullah-Regimes der erste Dominostein sein könnte. Jetzt beginnt die Phase, in der genau das möglich wird. Wenn ein System gleichzeitig kämpfen, die Elite sichern, die Bevölkerung ruhig halten und wirtschaftlich überleben muss, wächst...

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Gepostet by on Januar 07, 2026 in Allgemein | Keine Kommentare

Venezuela zeigt: Regeln gelten – aber nicht für alle gleich

Die Debatte über die US-Intervention in Venezuela wird häufig als einfacher Gegensatz beschrieben: Völkerrecht gegen Machtpolitik, Regeln gegen Interessen, Recht gegen Öl. Bei genauerem Hinsehen greift diese Gegenüberstellung jedoch zu kurz. Die unterschiedlichen Bewertungen widersprechen sich nicht zwingend, sondern beziehen sich auf drei unterschiedliche Ebenen desselben Geschehens. Ebene 1: Rechtliche Geltung Völkerrechtlich ist der Maßstab klar. Militärische Gewalt auf dem Territorium eines souveränen Staates ist nur in eng begrenzten Ausnahmefällen zulässig – etwa zur Selbstverteidigung nach einem bewaffneten Angriff oder auf Grundlage eines Mandats des Uno-Sicherheitsrats. Keine dieser Voraussetzungen liegt im Fall Venezuela vor. Unabhängig von der politischen oder moralischen Bewertung des Regimes von Maduro verstösst die Intervention damit gegen das Gewaltverbot der Uno-Charta. Ebene 2: Nationale Rechtfertigung Daneben existiert eine zweite Ebene: die innerstaatliche Rechtfertigungslogik der USA. Die amerikanische Exekutive beruft sich auf weit ausgelegte Befugnisse des Präsidenten als Oberbefehlshaber sowie auf eine lange Praxis extraterritorialer Strafverfolgung. Nach dieser Lesart kann ein Vorgehen innerstaatlich als zulässig gelten, selbst wenn es völkerrechtlich unzulässig ist. Diese Argumentation hebt den internationalen...

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