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Börsenrückblick: Volltreffer!

2. Januar 2021 - Raimund Brichta in Allgemein | 9 Kommentare

Mit einem Jahresplus von 3,5% ist der DAX genau im Zielbereich gelandet, den ich vor einem Jahr vorgegeben hatte. Zugegeben: Meine Zielspanne, ein einstelliges Plus, war recht weit gefasst. Aber nach dem Frühjahrscrash um 40% glaubte kaum jemand daran, dass dieses Ziel noch erreicht werden kann. Immer wieder wurde ich im Lauf des Jahres danach gefragt, und immer wieder gab ich die gleiche Antwort: Die Chance besteht noch, abgerechnet wird erst am 31. Dezember.

Im März sah freilich auch ich diese Chance auf einen Tiefpunkt gesunken. Damals befanden wir uns tatsächlich – wie von mir beschrieben – am Vorabend einer möglichen Weltwirtschaftskrise. Zu diesem Zeitpunkt hing alles an der Frage, ob Regierungen mit Hilfe ihrer Notenbanken eine solche Krise verhindern würden. In den ersten Crashwochen waren sie viel zu zögerlich gewesen, vor allem die EZB mit ihrer unglücklich agierenden Chefin Christine Lagarde.

Die einzige Möglichkeit, den GAU noch zu verhindern, sah ich damals im sperrangelweiten Aufmachen aller Geldschleusen. Und genau so geschah es kurz darauf. Zwar sind noch nicht alle der von mir damals erwähnten Instrumente im Einsatz. Aber das ist umso besser. Denn so haben die Notenbanken noch Pfeile für später im Köcher.

Für mich schälte sich damit schon im April heraus, dass das Gröbste überstanden war und wir eine lang anhaltende Billionen-Rally vor uns haben. Aus den von mir damals geschätzten mehr als 5 Billionen sind inzwischen sogar schon deutlich über 10 Billionen an neuem Geld geworden. Dennoch stand auch im April noch nicht fest, dass der DAX meinen Zielkorridor bis Jahresende erreichen würde. Es war allerdings von da an wieder deutlich wahrscheinlicher geworden.

Rückblickend habe ich Euch trotz der Turbulenzen also ganz gut durchs Börsenjahr navigiert. Den Coronacrash konnte selbstverständlich auch ich nicht vorhersehen. Aber an den entscheidenden Punkten die entscheidenden Signale zu erkennen und zu deuten, das scheint mir gelungen. Dazu zähle ich insbesondere auch die Rettung des Euro, auf die ich im Sommer aufmerksam machte. Sie ist in ihrer ganzen Tragweite von den meisten anderen Medien noch gar nicht erkannt und entsprechend als solche gewürdigt worden.

Hoffentlich gelingt mir das Navigieren auch im neuen Jahr wieder. Mein Ausblick auf dieses folgt jedenfalls in Kürze hier. Stay tuned!

9 Kommentare

  1. Well done, Sir!👍🍾

  2. Hallo Raimund,
    alles Gute im neuen Jahr.
    Herzlichen Glückwunsch für den Volltreffer.
    Alle Achtung, ja, wer hätte dass gedacht?
    Aber gut, wenn man eine Glaskugel hat 🙂

    Deine Prognose für den „Reset“ war ja etwa Ende des Jahrzehnts.
    Ist das noch gültig oder hat die Verdopplung von 5 auf 10 Billionen den geschätzten Zeitpunkt verändert?

    • Nix hat sich geändert. Die 5 Billionen waren sowieso nur die Schätzung bis April. Ich hatte ohnehin damit gerechnet, dass es mehr werden. Und bis zum Reset wird noch ordentlich was dazu kommen.

      In Sachen Reset lautet meine Aussage exakt „frühestens Ende des Jahrzehnts“. Es könnte also auch noch später werden.

  3. Sehr geehrter Herr Brichta, Maximilian und ich bedanken uns nochmals auf diesem Wege, dass wir Sie 2020 in Frankfurt auf dem Parkett besuchen durften und wünschen Ihnen für das Neue Jahr Gesundheit, Zuversicht und eine große Portion 🍀.
    Beste Grüße Axel von der Herberg

    • Herzlichen Dank, das wünsche ich Ihnen auch. Ihr Besuch war mir eine Freude, gerne wieder einmal, wenn es Sie nach Ffm verschlägt.

      Viele Grüße!

  4. Sie haben schon mehrmals richtig gelegen mit Ihren Prognosen, ich bin beeindruckt herzlichen Dank dafür .

    • Andererseits liege ich auch mal daneben. So ist das eben: Man kann nicht immer richtig liegen.

      • „Man kann nicht immer richtig liegen“…Ja, aber der Saldo macht’s. Meine hier während des Crashs in 3 Etappen vorgestellten 11 Käufe haben auch nicht alle zu Gewinnen geführt. Meine auf Insider-Käufen beruhenden Investitionsentscheidungen haben die dicksten Buchgewinne eingefahren ( z. B. MBB u. Dt.Post je ca. 100%). Ausgerechnet die Position, die ich mir aufgrund des KGVs u. der Dividendenrendite höchst selbst ausgesucht hatte (IBM) liegt mit ca. 15% im Minus. Mein Fazit: Mindestens während eines Crashs haben Insider die wesentlich bessere Nase.

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